Geschichte und Sehenswürdigkeiten von Székkutas

Székkutas ist eine Gemeinde in der südlichen Tiefebenenregion Ungarns, sie liegt  im östlichen Teil vom Centrum des Komitats Csongrád, in der Kleinregion von Hódmezővásárhely. Die Kleinregion auf dem Gebiet der Ebene zwischen der Körös-Maros begrenzt durch die Körösök und den Maros Fluss. Sie berührt das südliche Theiss-Tal und die Ebene von Csongrád.

Die Bevölkerung von Székkutas: 2362 Einwohner. Es liegt zwischen 80 und 101 Meter über dem Meeresspiegel. Die Anschüttungen der Flüsse Körös, Maros und Theiss bildeten die Erde. Die beiden Seiten Kakasszék und Kútvölgy sind sandig. Die Bedeckungder Landschaft ist verhältnismässig wechselhaft. An den Ortsgrenzen ist Humus, aber es gibt auch einen alkalischen, lehmhaltigen und kalkhaltigen Teil. Auf einem grossen Teil der Erdbedeckung  sind Schwarzerdeböden zu finden. Innerhalb dieser ist das grösste Gebiet lehmhaltig, leicht saurer Reaktion, in der sich salzige Wiesenschwarzerdeböden verbreiten. Für das geschützte Flutbecken sind das Humusschwemmböden, für den Auenbereich jedoch die rohen Schwemmböden charakteristisch.

Südöstlich von Székkutas ist auf  Feldwegen die ficseri Pußta begehbar, die bis zum Kardoskúter Reservartum geht. In der Pußta, besonders auf den salzhaltigen Flecken  wächst – auch heute noch – Kamille. Derzeit arbeitet in unserem Ort die eine Herbarium Filiale Ungarns, die von Seiten der Arbeitsplatzbeschaffung sehr wichtig für die Einheimischen ist.

Auf dem Gebiet des Dorfes lebten auch schon in der Awarenzeit Menschen, was auch die während der Ausgrabungen  offengelegten Gräber beweisen. Den Namen erwähnen schon 1426 die Urkunden als KWTAS Namen, den es von einem hiesigen Brunnen bekommen haben könnte. Im Laufe der Zeit kommen Namen wie Peres, Pörös, Veres Kutas für den Ort vor. Der am meisten benutzte Erstname ist Peres, der wegen der langen Prozesse um das Eigentumsrecht für das Gebiet  haften geblieben ist, die zu Beginn des XVI. Jahrhunderts von der Pető Familie, der Csanáder Stiftung und der Porkoláb Familie ausgetragen wurden. Nach den örtlichen Traditionen bekam es den Erstnamen Veres von dem am Dorfrand noch heute befindlichen, ehemals  rot bemalten Gasthaus. Eine andere Kuriosität des Gebäudes ist , dass es das älteste Bauwerk des Dorfes ist, über 200 Jahre alt.

Der Ort wurde 1554 Zugehör zur Burg in Gyula, die Türken haben Steuern eingenommen, die auch in den türkischen Steuerbüchern vorkommen. 1566, als die Burg in Gyula verloren wurde, gelang sie in den Besitz von János Lugcsi, ein Vásárhelyer Herr und wurde so Tel von Vásárhely. Auf dem Gebiet des Ortes gab es keinen Großgrundbesitz, jedoch einige Bauerngüter.  Ihre Mitglieder bildeten die Kleinbauernschaft, aus der später die Arbeiter, Diener und Tagelöhner wurden.

Auf  Anregung des Landlehrers Béla Simándi wurde Ende August 1935 in Vásárhely-Kutas und Hódmezővásárhely ein Schriftstellertreffen veranstaltet, an dem 26 Schriftsteller aus allen Gegenden des Landes teilnahmen. Dies kann als erste Landesbewegung der Volksschriftsteller angesehnen werden.

 

Die verwirklichte Selbstständigkeit

Im Leben des Ortes begann 1950 eine wichtige Veränderung, als der Landrat mit der Errichtung von Bauernhofzentren, bzw. selbstständigen  Bauernhofgemeinden begann. Als dessen Ergebnis kam ein Beschluß, nach dem  aus den vielen verstreuten Bauernhöfen selbstständige Bauernhofgemeinden gebildet werden mussten. Im Januar 1950 schied im Sinne der unter der Verordnung 5203-35-8/1949 Nr. 1.8 des Innenministeriums die Gemeinde unter dem Namen Vásárhelykutas aus der Verwaltung von Hódmezővásárhely aus, wurde selbstständig.

Das Territorium betrug damals 22 815 Katastermorgen, die Bevölkerungszahl betrug: 4095 Personen. Dieses Territorium hatte, so wie auch andere Gebiete der Vásárhelyer „Großpußta” (Nagypuszta), schon früher Unabhängigkeitsbemühungen, aber diese hatten keinen Erfolg. Die Ausübung  der vollstänfigen  Verwaltungskompetenz ersten Grades beschleunigte sich im Ort, mit Ausnahme des Gewerbes, das in der Kompetenz von Hódmezővásárhely blieb. Am 16. Januar 1951 wurde die Versammlung zur Gründung des Ortes abgehalten, in der auch der Abgeordneten-Rat, die Mitglieder des Vorstandes des Ortes gewählt wurden, bzw. der Gemeindenotar ernannt wurde. 1951 wurde das Rathaus im heutigen Zentrum des Ortes gebaut. Den Namen des Ortes änderte der neugebildete Stadtrat zu Székkutas.

Die Verwaltungsaufsicht wurde vorübergehend vom Stadtrat versehen. Ein halbes Jahr verging bis die Verordnung erschien, dass der Ort zum Kreis Szentes gehören wird.  Im selbstständig gewordenen Dorf fungierten folgende Einrichtungen, öffentliche Gebäude, Organisationen: MDP, DÉFOSZ, EPOSZ, MHSZ, Verwaltungsaußenstellen, 2 Kirchen, ein Kindergarten, das grüne Kreuz, eine Bauerngenossenschaft, eine Mühle, 6 Lohnmühlen, ein Kino, 2 Postämter, ein Bahnhof, 3 Bahnstationen, eine Apotheke, ein Sanatorium (kakasszék), ein Heilbad, 2 Ärzte, 2 Tierärzte, 1 Hebamme, 7 Außen- und 2 Innenschulen.

 

Die weiße Garde

Im Jahre 1948 war die Machtübernahme durch die Kommunisten und die sowjetische Besetzung in Ungarn im Großen und Ganzen beendet. Die politische Macht besitzende kommunistische Partei begann auch mit der Übernahme der wirtschaftlichen Macht. Neben der Industriealisierung begann die Kollektivierung der Landwirtschaft nach sowjetischem Muster, mit der Bildung der Genossenschaften. Reihenweise wurden die Verordnungen über die Genossenschaftsbildung, die die Bauern betrafen, weiterhin über die Abgabepflichten, über die Auflösung des Bauernhofsystems veröffentlicht. Die Unzufriedenheit der Bauernschaft erhöhte sich verständlichlicherweise im ganzen Land, in Wirkung der bedrohlichen Maßnahmen, die ihren  Unterhalt, ihre Existenz betrafen. 1949 organisierte sich eine Widerstandsbewegung unter den, in den Bauerngehöften Lebenden zwischen  Hódmezővásárhely und Orosháza, als Auswirkung der durchdringenden Unsicherheit in ihrem Leben und als vorhandene starke Hoffnung.

Motor  der Organisation wurde der aus dem Hochland stammende János Blahó, der als ersten István Kovács Székkutaser Brennerei anwarb, bei dem er  Schnaps (Pálinka) kochte. Bei Blahós Organisation hat sich unter dem Decknamen Fekete, mit Sicherheit ein beim Staatsschutz arbeitender Mensch vorgestellt, der den „ersten Anstoß” gab, über dessen Existenz während des Polizeiverfahrens nichts herausgekommen ist. Diese Bewegung begann im August 1949 ihre Tätigkeit und der Aktivität der Organisatoren ist es zu danken, dass die Mitgliederzahl schnell wuchs. Über verwandschaftliche, freundschaftliche Beziehungen und Bekanntenkreise gelangen mehrere hundert Personen in Kontakt mit der Weißen Garde. Die gesellschaftliche  Zusammensetzung der Organisation untersuchend, nahmen in bedeutender Anzahl Kulaken, oder als Kulaken abgestempelte darin teil, in großer Anzahl waren auch Mittelbauern und einfache Bauern dabei, es waren sogar Zusteller, Wildhüter, Polizisten, Journalisten, Rechtsanwälte, oder auch Medizinstudenten unter ihnen. Die Organisation hat ihre größte Aktivität in den Bauerhöfen entfaltet, aber auch in den Städten, bzw. Dörfern verbreitete sich die Bewegung. Von Anfang an hat sie ihren anwesenden Informatoren zu verdanken, dass die ÁVH sich ein relativ genaues Bild bezüglich der Struktur der Organisation, der personellen Zusammensetzung und der territorialen Lage machte.

Am Abend des 16. Juli 1950 wurde Blahó als er mit seinem Motorrad von der Kneipe in Nagymágocs nach Hause fuhr und unterwegs einen unbekannten Fahrgast mitnahm, von diesem niedergeschlagen. Ein MIlchwagenfahrer fand den im Graben liegenden Blahó  am nächsten Morgen, bei dem während der ärztlichen Untersuchung eine Pistole gefunden wurde.

Die eintreffenden Polizisten nahmen Blahó in Haft und fuhren ihn zur Polizeiwachstelle. Die ÁVH, im Besitz der entsprechende Menge von Informationen,  begann im Herbst 1950 mit dem Einsammeln der Teilnehmer an der Bewegung. Die zusammengesammelten Menschen wurden zuerst nach Hódmezővásárhely gebracht, in den Keller eines Hauses in der Ady Endre Strasse, wo die Gefangenen fortgesetzt geprügelt wurden, dann wurden sie nach Szeged ins Gebäude des Tisza Hotels (die damalige Dienststelle der Szegediner ÁVH) gebracht, wo sie auch in eingerichtete Zellen im Keller unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten wurden. Die erste Verhandlung war im Januar 1951, wo die Angeklagten erster und zweiter Ordnung  - János Blahó und István Kovács – die Todesstrafe bekamen, die anderen Angeklagten bekamen schwere, von fünf bis lebenslänglich reichende Hafturteile und weitere 25 Personen internierten.

 

Dorfleben – mit stätischem Komfort

Bezüglich der ländlichen Verwaltungsvorschriften war eines der wichtigsten perspektivischen Ziele die Auflösung  des Bauerhofsystems. Neben den Bauernhofzentren wurden zur Lösung des Problems solche großen Dörfer wie Kutas ausgewählt. Für den im Jahre 1962 ausgeschriebenen Musterdorfplan wurde zur Verwirklichung Székkutas ausgewählt. Die erste Aufgabe war die Erschließung. Da die Hinterhofhaltungen im Dorf sehr stark präsent waren, waren die Häuser relativ weit voneinander entfernt, die Erschließung wäre nicht wirtschaftlich. Als erster Schritt mussten die öffentlichen Einrichtungen im Zentrum plaziert werden, deren Erschließung wirtschaftlich lösbar war, und die mit der Zeit enfallende Hinterhofproduktion es möglich macht die leeren Flächen zu bebauen. Die Fachleute des Stadtbau- und Planungswerkes fertigten auch den Dorfbauplan an. Der allererste Schritt war die Kanalisation, danach die öffentlichen Gebäude, die Arztpraxis, die Apotheke, die Grundschule mit 16 Unterrichtsräumen, die Kinderkrippe, der Kindergarten, das Einkaufszentrum, die Gaststätte, das Espresso, die Post, das Bad, der Spielplatz, der Sportplatz, die Freilichtbühne, der neue Markt und danach die geräumigen Wohngebäude.

Im Zeitraum des zweiten Fünfjahresplanes (1955 – 1960) wurden ein artesischer Brunnen, kleines Wasserwerk und rund 6 Kilometer langes Rohrleitungsnetz gebaut, es wurde das Gemeindehaus „József Attila” gebaut, das die Bedürfnisse der Bevölkerung völlig befriedigte. Die Versorgung der Einwohner sicherten 4 Innenbereichs- und 7 Außenbereichsläden. Während des vierten Fünfjahresplanes (1971 – 1975) geschah ein bedeutender Fortschritt in der Verwirklichung der grundlegenden öffentlichen Versorgungsanlagen und dem Aufbau der Einrichtungen. Am 1. Mai 1971 hat der örtliche Rat seine Arbeit aufgenommen, deren erster Vorsitzender István Rácz wurde. In diesem Zeitraum wurden 1150 laufende Méter Wassernetzwerk gelegt, die öffentliche Beleuchtung wurde modernisiert, das Energienetz wurde erweitert, rund drei Kilometer Bürgersteig wurde gebaut und der Autoparkplatz neben dem Kulturhaus wurde fertiggestellt. In der Lenin Strasse wurde die öffentliche Beleuchtung modernisiert. Der Bau des ÁFÉSZ Einkaufzentrums, die Renovierung und Erweiterung des Kindergartens, die Modernisierung des Schlachthofes und die Errichtung des neues Postgebäudes zählten zu bedeutendem Fortschritt. Der Futtermittelladen der Produktionsgenossenschaft „Neues Leben” (Új Élet Szöv.) verbesserte ebenfalls die Versorgung der Bevölkerung. 1972 wurde die neue Tankstelle gebaut. Im August 1974 wurde die Beleuchtung des Fußballplatzes eingeweiht.

Anfang März 1975 wurde das neue Einkaufszentrum übergeben. 1976 wurde der Kindergarten erweitert, damit konnte für alle Kindergartenkinder des Dorfes die Versorgung gesichert werden. 1977 wurde die neue Schule übergeben, damit wurde das Problem der gebietsaufteilung gelöst. Die im Kulturhaus arbeitende Bibliothek hatte Ende der 70-er Jahre 11500 Bände. 1970 gab es 900 Leser, 1976 nur noch 750 eingeschriebene Leser. Eine Rolle im Sinken der Leserzahl spielte das Abnehmen der Einwohnerzahl des Dorfes von 3-4%. 1977 wurden in der Feketehalmer und in der Szőkehalmer Schule je eine Bibliotheksfiliale mit 300-300 Bänden eröffnet.

Am 1. Mai 1978 wurde die erste Statue auf einem öffentlichen Platz im Dorf eingeweiht, ein Werk von Valéria Tóth. 1979 kauft die Produktionsgenossenschaft „Neues Leben” die örtliche Anlage des Hódgép auf. Am 1. Mai 1980 wurde die Turnhalle übergeben, im Dezember die Schule.

1985 wurde das Dorf mit einem neuen Dienstleistungssystem bereichert. Auf der Ratssitzung vom 30. Juli 1985 wurde angekündigt, dass der Bau der Gasleitung begonnen hat und am 11. Oktober des Jahres wurde feierlich die Flamme der gelegten Gasleitung angezündet.

Im letzten  Zyklus des Rates vor dem Systemwechsel, 1986, betrug die Einwohnerzahl des Dorfes 2781 Personen, davon lebten 936 auf Bauerngehöften, 1133 Wohnungen, davon 442 Gehöfte.

In den vergangenen Jahren hat das Dorf ein Drittel der Bevölkerung verloren. In der kleinen Hódmezővásárhelyer Region schwand hauptsächlich die Bevölkerung von Székkutas im größten Verhältnis von (31,3%). Der Grund ist in der Abwanderung in die Stadt zu suchen.  Dabei ist die Arbeitslosigkeit hier am niedrigsten, wenn man die Daten von 2005 sieht. Tradition gibt es in der Heilpflanzenproduktion und beim  Sammeln in Székkutas. Neben den ökologischen und Bodengegebenheiten paaren sich die Erfahrungen mehrerer Jahrzehnte. Derzeit befasst sich in der kleinen Region nur Székkutas mit Heilpflanzenproduktion auf einem Gebiet von 10 Hektar. Der Bestand des Obstanbaus der früheren Produktionsgenossenschaft und des staatlichen Wirtschaftsgutes ist in der vergangenen Zeit sehr verfallen. Es gibt jedoch Beispiele dafür, dass einige Einzellandwirte in den vergangenen Jahren (in Székkutas 4-5 Hektar) mit dem Obstanbau begonnen haben. 

 

Ende des 18. Jahrhunderts bewahrten die Nachkommen von angesiedelten hochländischen katholischen Familien die dortigen Dorftraditionen. Die Vásárhelyer reformierten Familien bestanden schon wegen des religiösen Unterschieds auf andere Traditionen (z.B. Fasten) Die an der Ostgrenze eindringenden Orosházer pflegten die evangelischen Traditionen von Transdanubien.  Von 1848 bis 1960 setzten die hiesigen freien Bauern die Bauerhofbewirtschaftung fort.  Der Erfolg in der Landwirtschaft hing in großem Maße vom Wetter, Krankheiten und der Entwicklung der Familienbeziehungen ab. Gerade deshalb blieben die auf sie bezogenen Glauben, abergläubische Gewohnheiten, magische Handlungen auch noch im 20. Jahrhundert auf, obwohl ihre Beutung zunehmend abnimmt.

  

Vásárhelyer Zeitung (Vásárhelyi Újság), 22.02.1922 2. Punkt

Was wird aus der Kakasszéker Haltestation?

Wir  teilen den Brief bezüglich der Kakasszéker Haltestation mit, den wir erhalten haben, in der Hoffnung, dass die Maßnahmen der Bahngeschäftsführung sich nicht verzögern.

Werter Herr Redakteur!

Seien Sie so freundlich und geben Sie in Ihrem Blatt diesem Beschwerdebrief einen kleinen Platz.

Noch im Juli 1921 habe ich mich mit einem Gesuch an die Filiale der Geschäftsführung des Komitats in Szeged gewandt, dass  Sie morgens den Zug aus Richtung Orosháza nach Vásárhelykutas noch einmal, oder zweimal (73-er und 74-er Wachhaus, oder Kakasszék) halten lassen. Daran denkend, dass die Geschäftsführung in Szeged nicht nur mit dem Gesuch der Pusztaer Arbeit haben, warteten wir monatelang, bis die Antwort auf das Gesuch kam, dass bei der nächsten Änderung des Fahrplans unserer Beschwerde Abhilfe getan wird.  Derzeit sind acht Monate vergangen und es ist immer noch nichts geschehen. So frage ich jetzt die zuständigen Kreise, wann wird der Fahrplan geändert? Vielleicht im Sommer, wenn wir die Haltestation nicht so dringend benötigen, wie jetzt, wo uns das Wasser bis an den Hals steht, und wir uns nicht vom Fleck rühren können? Das wissen die zuständigen Kreise sicher nicht, dass nicht nur in Vásárhelykutas und Umgebung Menschen wohnen, sondern auch noch 25 km von dort entfernt, die alle auf diese Linie angewiesen sind, denn wenn sie es wüßten, hätten sie unsere Bitte schon beim ersten Gesuch erfüllt.

Ein Grund ist auch noch, dass viele arme Familien ihre Kinder in die höhere Schule nach Vásárhely fahren lassen würden, aber weil sie sie wegen der Wohnungsnot zu Hause nicht unterbringen können, dachten sie, morgen fahren sie hin und abends kommen sie zurück. Aber weil der Zug nicht anhält, sind sie gezwungen, sie nicht gehen zu lassen, oder zu Hause im kalten Aufenthaltsraum bardieren zu lassen.

Im Namen aller Betroffenen Pusztaer

Péter Karasz Landwirt

  

Die Sehenswürdigkeiten des Ortes:

In Richtung Orosháza sechs Kilometer vom Ort entfernt befindet sich Kakasszék, das verwaltungsmäßig zum IV.Bezirk von Székkutas gehört. Die heilende Wirkung des Wassers des Kakasszéki-Sees  kannten die Einwohner der Umgebung schon lange und benutzten es. Die auf eitrige Wunden ausgeübte Wirkung wurde vom akademischen Privatlehrer Antal Genersich bewiesen. Auf diese Erkenntnis basierend wurde 1932 das Snatorium in Kakasszék mit 100 Betten gebaut. Die Einrichtung – in der vor einigen Jahren eine vollständige Renovierung vorgenommen wurde – fungiert derzeit alsTheuma- und Rehabilitationsabteilung des Erzsébet Krankenhauses von Hódmezővásárhely. Das aus dem Thermalbrunnen gewonnene Heilwasser wird erfolgreich neben der Behandlung von chronischen rheumatischen Krankheiten auch bei chronischen gynäkologische Entzündungen angewandt. Sein Park ist gepflegt und 100-130 Jahre alte Bäume bereichern ihn.

Der Kardoskúti-Fehértó (Kardoskúti weißer See) liegr südöstlich vom Dorf. Die Kunde vom 488 Hektar großen Naturschutzgebiet ist der Vogelwelt, und der um den See herum unverwechselbaren Pußtalandschaft zu verdanken. In dieser relativ unberührten Pussta haben mehrere geschützte Tierarten – wie Trappen, große Schnepfen, Kiebitze, Racka-Schafherden und das ungarische Graurind – ihren Lebensraum.

In der Pussta – besonders auf den salzhaltigen Flecken wächst auch heute noch Kamille. In der Gemeinde arbeitet eines der größten Herbariumbetriebe des Landes, in dem auch die Trocknung und Filterung der Heilpflanzen gemacht wird.

Die neuromanische reformierte Kirche befindet sich in der Ferenc Erkel Strasse. Nach der Grundsteinlegung am 13. September 1925 wurde die Kirche schon am 17. Oktober 1926 geweiht, in deren 9x16m großen Innenraum sich 200 Sitzplätze befinden. Die sechs-variirbare Orgel wurde von István Barakovics angefertigt.

In der Mester (Meister) Strasse steht die neugotische römische katholische Kirche. Sie wurde 1924-25 nach den Plänen von Károly Kruzslitz gebaut, die von Ferenc Tóth Kovács in gut einem Jahr ausgeführt wurde.  Das Kircheninnere wurde 1974 nach den Plänen des Architekten Dénes Perczel umgebaut. Im Jahre 2010 wurde eine beachtliche Renovierung der Kirche aus den Spenden der Dorfbewohner ausgeführt.

In den 20ziger Jahren des 19. Jahrhunderts, in seiner Studentenzeit, war Hugo Hartung (1902-1972) zu Gast im Dorf, aus ihm wurde später ein bekannter Schriftsteller. Seine Erlebnisse in Kutaspuszta wurden in seinem Roman (1954) mit dem Titel: Ich denke oft an Piroschka (Gyakran gondolok Piroskára), festgehalten. . Dies ist der einzige Roman in der Weltliteratur, dessen Handlungen in der Kutaspußta spielen. Sowohl der Roman, als auch der daraus gedrehte Film wurden weltbekannt. Da sin die ungarische Literatursprache übersetzte Buch ist Dr. Sipka Sándorné Serfőző Rózsa zu verdanken, ihrer beharrlichen, unermüdlichen Arbeit. Zu Ehren des Schriftstellers wurde 2009 im Zentrum von Székkutas die von Györgyi Lantos geschaffene Hugo Hartung Büste aufgestellt.

Neben der Bronze-Büste wurde, zur Erinnerung an den Gründer der Gemeinde Székkutas, zum 150. Jahrestag seiner Geburt, eine Bronze-Büste von Máté Gregus eingeweiht.

Im Zentrum des Dorfes, sind neben den Büsten das geschnitzte Tor, dahinter das Ehrenmal der Märtyrer der Weißen Garde zu sehen. Zwischen dem Kulturhaus und dem Einkaufszentrum befindet sich die anmutige Statue mit dem Titel „Mutter mit ihrem Kind” von Valéria Tóth.

In der József Attila Strasse Nr. 12, in einem alten schilfbedeckten Haus das zum Dorfmuseum umgestaltet wurde, kann man das volkskundliche und ortsgeschichtliche Material, Erinnerungsmaterialien vom deutschen Schriftsteller Hugo Hartung, vom Musterbauern und der öffentlichen Persönlichkeit Máté Gregus, vom Liederautoren Kálmán Murgács sehen.

Aufmerksamkeit verdient noch die  Windmühle nach Piroschka-Art, die sich neben der Bahnlinie, cca. 750 m vom Bahnhof entfernt befindet.


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